„Jin, Jiyan, Azadi“ erfasst Paris

Ein französischer Rassist ermordet in Paris in seinem Wahn drei Menschen, weil er nach eigenem Bekunden alle Menschen verachtet, die nicht „weiße Europäer“ seien. So weit, so hässlich.

Seine Opfer hat er in einem „kurdischen Kulturzentrum“ ausfindig gemacht. „Kurdische Kulturzentren“ sind in der Regel euphemistische Phrasen für PKK-nahe Strukturen.

Und tatsächlich: PKK-Schergen legen seither die französische Hauptstadt Paris wie auch die südfranzösische Hafenstadt Marseille in Schutt und Asche. Nebenbei machen sie auch noch Jagd auf alles, was sie mit der Türkei assoziieren. Logisch, französischer Rassist ermordet drei PKK-Anhänger, Schuld sind aber die Türken und Recep Tayyip Erdoğan.

Interessant ist das Framing der westlichen Medien und Politik. Zum Beispiel wird die Anklage der PKK wortwörtlich übernommen und der Mehrfachmord als „... gezielter Anschlag auf Kurden ...“ bewertet. Nein! Europäischen Rassisten ist es schnurzpiepegal, ob ihr Opfer sich selber als Kurde, Türke, Afghane oder Syrer betrachtet.

Oder man verniedlicht die massiven Ausschreitungen mit wohlklingenden Wortphrasen wie „...friedliche Demonstrationen..., einige wenige Randalierer ....“ Tatsächlich zieht sich eine einzige Schneise der Verwüstung durch Paris. Man beachte, wie viele Autos alleine in diversen Videosequenzen brennen oder umgeworfen wurden, die in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Obgleich bei den Demonstrationen, die in den unzähligen Videos erfasst sind, selbst für den größten Ignoranten ersichtlich PKK- / YPG- und SDF-Devotionalien dominieren, wird allgemein von „kurdischen Aktivisten“ gesprochen. Kein Wort davon, dass es hier klar die PKK selbst ist, die die französische Staatsgewalt angreift. Der in den deutschen Medienbeiträgen genannte Verband - das ist allerdings schon interessant - ist bspw. in Deutschland schon seit Jahrzehnten als eine der zahllosen PKK-Tarnorganisationen verboten und erscheint regelmäßig in Verfassungsschutzberichten.

Es verwundert daher nicht, dass u. a. die kurdisch-jesidisch-stämmige Düzen Tekkal in ihren Social-Media-Beiträgen um Schadensbegrenzung bemüht ist und den Fokus weg von den PKK-Schergen, hin zu eines der Opfer ( Evin Goyi - Mitglied im Exekutivratskomitee der Koma Civakên Kurdistan KCK ) des Mehrfachmordes in Paris lenkt. Das geht einher mit dem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS).

Das interessante ist doch, dass dieselbe „Heldin“ Evin Goyi mit ihrem Asylantrag in Deutschland keinen Erfolg hatte und schlußendlich in Frankreich unterkam. Die Preisfrage lautet nun: Warum wollte die Bundesregierung eine hochdekorierte PKK-Terroristin trotz „Verfolgung und Unterdrückung“ nicht im Land haben und wieso benutzt Düzen Tekkal einen Kampfslogan des PKK-Gründers Abdullah Öcalan: „Jin, Jiyan, Azadi.“

 

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