Izmir ist eine Stadt an der türkischen Ägäisküste. In der Antike hieß die von den Griechen gegründete Stadt Smyrna. Sie wurde von den Römern übernommen und von Alexander dem Großen wieder aufgebaut, ehe sie im 15. Jahrhundert Teil des Osmanischen Reichs wurde.
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Es ist der 15. Mai 1919, als um 7:30 Uhr die griechischen Kriegsschiffe Patris und Atronitos am Hafen von Izmir festmachen und Soldaten des Efzon-Regiments an Land gehen. Die Besetzung der großen Wirtschaftsmetropole wurde bei den Friedensverhandlungen in Paris beschlossen, obwohl es in einem geheimen Abkommen zuvor Italien zugesprochen worden war.
An jenem Donnerstagmorgen des 15. Mai 1919 zogen über dem Himmel der Hafenstadt Izmir dunkle Wolken auf. Unter dem Geleitschutz von Kriegsschiffen Großbritanniens, Frankreichs, der USA und Italiens landeten 12.000 Soldaten der griechischen Okkupationsarmee am Hafen der westtürkischen Handelsmetropole.
In der türkischen Küstenstadt Izmir hielt der Oberbürgermeister Tunç Soyer am Tag der Befreiung von Izmir eine Rede ab. Die von einer Identitätskrise und Geschichtsklitterung durchtränkte Rede hätte auch von einem Stadtstaat in Griechenland aus der Antike stammen können.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Griechenland am Samstag an die Schmach von Izmir erinnert. Wenn Griechenland weiterhin türkischen Luftraum verletze oder türkische Kampfjets mit dem Zielverfolgungsradar erfasse, könnte es eines Nachts schwere Folgen haben, so Erdoğan.