Trittin und die robustere Türkei-Politik der Grünen

von Mehmet Teyfik Oezcan, 20 September, 2022

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin warnt das NATO-Land Türkei vor einem Beitritt zur SCO. Ferner schießt er verbal und unüberlegt gegen die Türkei und fordert eine robuste Antwort.

Trittin behauptet:

Die Türkei würde die Überwachung des UN-Waffenembargos der NATO in Libyen verhindern.

Ich stelle fest:

Der von der NATO geführte Krieg gegen Libyen war nicht vom Völkerrecht gedeckt und nur durch den wichtigen Einsatz der Türkei konnte der Bürgerkrieg eingedämmt werden. Was haben die Mörder von Gaddafi überhaupt in Libyen verloren, Herr Trittin!

Türkei würde in den Wirtschaftszonen von Griechenland nach Erdgas bohren.  

Diese kolportierten Wirtschaftszonen liegen einen Steinwurf vom türkischen Festland entfernt und nicht vom griechischen Festland. Ferner rüstet Griechenland entgegen den Verträgen von Lausanne und Paris die Insel in der Nähe der Türkei militärisch auf. Es missachtet die Rechte der türkischen Minderheit in Griechenland und verstößt damit gegen die Urteile des Europäischen Gerichtshof. Dazu kommen noch die illegalen Pushbacks. Wo ist ihr Einsatz, Herr Trittin?

Türkei würde die Russland-Sanktionen unterwandern.

Die Türkei hat mit einer intelligenten und ausgewogenen Russlandpolitik die Grundlage dafür geschaffen, dass die Containerschiffe mit Getreide die Ukraine verlassen und dass Millionen von Menschen heute nicht unter Hunger leiden müssen. Diese sinnlosen Sanktionen schaden immer mehr der deutschen Wirtschaft und führen zu einer Verarmung der deutschen Bevölkerung. Ist das ihr Ziel, Herr Trittin?

Erdogan würde den Beitritt von Schweden und Finnland in die NATO bremsen.

Wer Terrororganisationen unterstützt, sollte nicht in die NATO aufgenommen werden. Außerdem gibt es schon reichlich Terrorunterstützer in der NATO. Weitere sollten nicht hinzukommen.

Der Grüne Trittin agiert nicht nur weltfremd, sondern zeigt auch eindrucksvoll seine außenpolitische Inkompetenz.

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