Türkei: Selbstmordanschlag in Bursa

In Bursa hat sich am späten Nachmittag vor dem Eingang zur Großen Moschee ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Laut Angaben des Provinzgouverneurs wurden dabei 13 Menschen verletzt. 5 Menschen konnten inzwischen nach ambulanter Behandlung entlassen werden.

In der westtürkischen Stadt Bursa hat sich nach Angaben des Provinzgouverneurs Münir Karaloğlu ein Selbstmordattentäter am späten Nachmittag vor dem Eingang zur berühmten Großen Moschee in die Luft gesprengt. Dabei wurden nach Angaben von Karaloğlu 13 Personen verletzt. 5 Personen seien nach einer ambulanten Behandlung inzwischen entlassen worden. Bei den Verletzungen handle es sich überwiegend um Taubheit, Prellungen und Wunden durch herumfliegende Teile bei der Detonation. 

Laut Münir Karaloğlu soll es sich nach ersten Einschätzungen um ein junger Mann handeln, der den Sprengstoff gezündet hat. Der Selbstmordattentäter kam dabei ums Leben. Weitere Details zu dem Selbstmordanschlag wollte der Provinzgouverneur zur Stunde nicht mitteilen. Er verwies auf den bisherigen Ermittlungsstand der Polizei. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt, teilte Münir Karaloğlu mit. 

Erst am Dienstag wurden bei einer landesweiten Razzia der Polizei mehr als 31 Personen aus dem Spektrum der "Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch" (TKP/ML) verhaftet, die in Zusammenhang mit mutmaßlichen Erkenntnissen über bevorstehende Sprengstoffanschläge in der Türkei stehen. Das Istanbuler Polizeipräsidium, die die landesweite Razzien koordiniert hatte, untersucht offenbar verschlüsselte Festplatten, die bei den Razzien beschlagnahmt wurden.

Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen den Razzien und dem jüngsten Sprengstoffanschlag. Erst Mitte März hatte die Terrororganisation PKK gemeinsam mit weiteren extremistischen Vereinigungen in einer Erklärung mitgeteilt, den bewaffneten Kampf gegen die Türkei gemeinsam auszuweiten. Darunter sollen sich auch die DHKP-C, TKP/ML, DKP, MLKP, MKP, TKEP/L, TİKB, THKP-C/MLSPB befinden. Das teilte das Führungsmitglied der PKK Cemil Bayık mit.

Kommentar