Nach Bombenanschlag: Die alte Türkei gibt es nicht!

von Redaktion, 13 November, 2022

In einer kurzen Erklärung am Anschlagsort in Istanbul, erklärte Vizepräsident Fuat Oktay, dass es die alte Türkei nicht mehr gebe. Niemand könne der Türkei mit solchen perfiden Mitteln beikommen oder eine Message senden. 

Am Anschlagsort im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu auf der İstiklal Caddesi, traten Vizepräsident Fuat Oktay, Justizminister Bekir Bozdağ sowie Innenminister Süleyman Soylu vor die Presse. 

Laut Fuat Oktay seien zur Stunde 6 Menschenleben zu beklagen und 81 Menschen seien in unterschiedlichen Krankenhäusern der Stadt in Behandlung. Der Zustand zweier Personen seien kritisch erklärte Oktay.

Fuat Oktay, der stellvertretend für den türkischen Präsidenten die Amtsgeschäfte vertritt, solange Recep Tayyip Erdoğan am G20-Gipfel in Bali teilnimmt, erklärte, den Bombenanschlag vollumfänglich und bis ins Detail gründlich und schnell aufzuklären. Er sei sogar zuversichtlich, so Oktay, dass die Ermittler bald erste Erfolge erzielen.

Zuvor hatte Erdoğan vor seiner Abreise nach Bali im Istanbuler Flughafen während der Pressekonferenz von einem hinterhältigen Anschlag gesprochen und erklärt, dass die Hinweise sich um eine Frau verdichtet hätten, derer die Ermittler sowie die Generalstaatsanwaltschaft nachgehe.

In der İstiklal Caddesi versprach Oktay, die Täter und die Hintermänner, ob im Inland oder im Ausland, dingfest zu machen und vor Gericht zu zerren. Die Türkei werde alles daran setzen, die Täter und Planer dieses Anschlags vor Gericht zu bringen und damit ihre Entschiedenheit zu unterstreichen. Fuat Oktay zufolge sei die Türkei nicht mehr die alte Türkei. Die neue Türkei werde sich dem Terrorismus nicht beugen und Anschläge die als Message verübt würden, entschieden begegnen.

Laut Oktay wurde eine Ermittlungsgruppe unter der Führung von 2 Generalstaatsanwälten sowie 6 Staatsanwälten gebildet, die die Ermittlungen übernommen hätten. Unterdessen hat die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul mit einem richterlichen Beschluss sowie der türkischen Rundfunkbehörde RTÜK eine Nachrichtensperre verhängen lassen. 

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