Daria, Tochter von Alexander Dugin, ist tot

von Redaktion, 21 August, 2022

Daria Dugina, die Tochter des „Vordenkers“ der neurussichen Ideologie, dem „Einflüsterer“ Putins, Alexander Dugin, starb offenbar bei einer Explosion in einem Auto auf der Autobahn M1 in der Region Moskau.

Nach Berichten aus dem sozialen Netzwerk Telegram, wurde das Fahrzeug, in dem sich die Tochter von Alexander Dugin befand, in die Luft gesprengt. Zum Zeitpunkt der Explosion des Geländewagens vom Typ Land Cruiser, befand sich das Fahrzeug in Bewegung auf der Autobahn M1 in der Nähe der Stadt Bolschije Wjasjomy. 

Teile des Fahrzeugs lagen weit über die ganze Straße verstreut. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass eine Gasflasche im Fahrzeug explodiert sei. Man geht aber inzwischen von einem Sprengsatz aus.

Daria Dugina soll gemeinsam mit ihrem Vater Alexander Dugin zuvor an einem Festival als Rednerin teilgenommen haben. Anschließend hätten beide in unterschiedlichen Fahrzeugen die Heimfahrt angetreten.

Laut dem Musiker Petr Lundstrem, der ebenfalls am Festival teilnahm, wurde Dugin offenbar verfolgt, weshalb er in ein anderes Fahrzeug einstieg. Die Tochter habe dann den besagten Land Cruiser genommen, den eigentlich ihr Vater genommen hätte. Lundstrem postete auf Telegram, dass der Anschlag eigentlich Alexander Dugin galt.

Wie Alexander Dugin, verfolgte auch die Tochter Daria die selben ideologischen Ziele. Dugin ist Ideengeber einer extremen sowie intellektualisierten Neuen Rechten in Russland, die antiwestliche sowie antiliberale Positionen propagiert. Über internationale Netzwerke wird das „geopolitische Konzept eines Neo-Eurasismus“ auf der Basis eines in Opposition zu den Vereinigten Staaten stehenden “großrussischen Reiches von Dublin bis Wladiwostok” unter der Führung Russlands vertreten. 

Der russische Ultranationalist, der von Breitbart News Network als „Putins Rasputin“ bezeichnet wurde, gilt im Westen als außenpolitischer „Flüsterer“ des Kreml. In Zusammenhang mit der Türkei suchte Dugin auch die Annäherung zwischen Ankara und Moskau, um die US-Hegemonie im Nahen Osten zurückzudrängen. Dugin erklärte, sobald die YPG in Syrien entwaffnet werde, gute Zeiten eintreten würde.

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