Es gibt politische Debatten, bei denen man sich fragt, ob man gerade einer Parteiversammlung, einem Gerichtsverfahren oder einer Folge von Monty Python beiwohnt. Der aktuelle Streitfall der CHP um Kompetenzgerangel und Wählergunst gehört zweifellos in diese Kategorie.
Manchmal sind die interessantesten Fragen nicht die, die gestellt werden. Sondern die, die seit Jahren nicht gestellt werden durften. Der Tod von Muhsin Yazıcıoğlu gehört zu diesen Fragen. Oppositionsjournalist und ehemaliger Angeklagter in den Ergenekon-Prozessen zwischen 2007 und 2013, Nedim Şener, betrachtet den Fall von seiner Warte aus und beschuldigt nicht nur die Gülen-Sekte, bis zum Schluss die Aufklärung der Todesumstände namhafter Persönlichkeiten, verhindert zu haben.