Kolumne | Meinungen und Kritiken
Meinung
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Der Handel mit Russland geht unvermindert weiter, und das ist manchmal auch notwendig. Ob die Türkei, Griechenland, Ungarn oder der Fernost, alle kennen die schmutzigen Geheimnisse eines Krieges. Die Europäische Union etwa nicht?
In der Türkei liegen sich Regierungskritiker unterschiedlicher politischer und ideologischer Richtungen in den Armen. Eine gefährliche Mischung aus irren Wahrnehmungsperspektiven, Verschwörungstheorien und einem Kurzzeitgedächtnis, das der Halbwertszeit eines Isotops wie Jod-131 gleichkommt.
Stellt sie sich vor: Sie fliegen einen Einsatz in einem Einsatzverband der NATO im östlichen Mittelmeer und werden von einer russischen S-300 erst anvisiert, dann angepeilt! Was denken sie?
Das achte Sanktionspaket der EU soll Russland in die Knie zwingen: die Preisobergrenze für russisches Öl. Doch prompt folgt nach dem Appell der Außenministerin Baerbock und Ankündigung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Quittung.
Die deutsche Bundesregierung will, dass die Bundesbürger für die Ukraine und das Volk sparen. Wirtschaftsminister Robert Habeck empfahl gar: „Wer Putin schaden will, spart Energie.“
Die deutsche Schriftstellerin Anna Yeliz Schentke hat in einem Debütartikel in der ZEIT Online ziemlich tief in die Trickkiste gegriffen. Beim Rundumschlag gegen die Türkei, die mit einem Vorspann über den gescheiterten Putschversuch einhergeht, werden die „Kurden“ zu Opfern, die „Unterdrücker“ zu Tätern erklärt.