Panorama | Kriminalität, Justiz, Katastrophen und Unglücke, Menschen und Schicksale, Boulevard, Gesellschaft und Polizei-Bericht
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Die vorläufige Verhaftung von zwei türkischen Journalisten der Tageszeitung Sabah Avrupa in Hessen, könnte eine Sprengkraft besitzen, die weit darüber hinaus geht, als nur Botschafter herbei zu zitieren.
Journalisten der türkischen Turkuvaz Media Group wurden offensichtlich von Sondereinsatzkräften der Polizei SEK nach unbestätigten Angaben in der europäische Zentrale der türkischen Tageszeitung Sabah in Frankfurt am Main in den frühen Morgenstunden festgenommen und abgeführt.
Aufgrund des Wahlausgangs in der Türkei und der bevorstehenden Stichwahl zur türkischen Präsidentschaft liegen bei Oppositionsanhängern die Nerven blank. Hasstiraden gegenüber Auslandstürken wie auch Solidaritätsentzug gegenüber Erdbebenopfern nehmen in sozialen Medien breiten Raum ein.
Nach dem verheerenden Erdbeben von Gölcük im Jahre 1999 wurde unter dem Sammelbegriff „Erdbebensteuer“ (ÖTV) von der türkischen Regierung auf eine Reihe von Besteuerungen ein prozentualer Anteil erhoben. Die Mehreinnahmen sollten dazu dienen, die Infrastruktur zu verbessern, Straßen und Brücken sowie erdbebensichere Krankenhäuser zu bauen.
Das Deutsche Rote Kreuz sah sich offensichtlich in der Verantwortung, dem Theater in der Türkei und in Deutschland in Zusammenhang mit dem türkischen Roten Halbmond Einhalt zu gebieten. Beide sind Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.
Die Zahl der Menschen, die bei den beiden großen Erdbeben vom 6. Februar ums Leben kamen, ist auf über 36.000 angestiegen. Die Auswirkungen werden von Wissenschaftlern als „Katastrophe des Jahrhunderts“ bezeichnet. Begleitet werden die verheerenden Auswirkungen von Fake-Posts auf Social Media-Kanälen.