Kolumne | Meinungen und Kritiken
Meinung
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Willkommen am wohl teuersten Monopoly-Tisch der türkischen Politik. Hauptakteur: die CHP. Hier werden keine Straßen gekauft, sondern Ämter, Parteipositionen, Villen und Loyalitäten gehandelt. Die Würfel entscheiden über „Positionen“, die Ereigniskarten tragen den Titel „geh ins Gefängnis“, und statt über die Schlossallee wird über Amtssitze, Millionenbeträge und Villen diskutiert. Die eigentliche Frage lautet jedoch nicht, wer gerade auf welchem Feld steht. Sondern: Wer blufft, wer sagt die Wahrheit – und wer muss am Ende tatsächlich bezahlen?
Das Berufungsgericht der international anerkannten Republik Zypern hat die Klage türkisch-zyprischer Eigentümer abgewiesen. Die Kläger verlangten rund 41 Millionen Euro Schadenersatz für Grundstücke, auf denen sich heute unter anderem der Flughafen Paphos und der Luftwaffenstützpunkt Andreas Papandreou befinden.
Es gibt in der Politik zwei Disziplinen, in denen jeder Weltmeister ist: Schuldzuweisungen und Prozentrechnung. Wobei Letztere häufig der Ersteren geopfert wird.
Nein, niemand ist während des Putschversuchs in der Türkei im Sommer 2016 vom Hochhaus auf F-16 gesprungen und hat diesen geritten oder haben türkische Hausfrauen mit Pantoffeln Kampfhubschrauber zur Landung gezwungen. Aber wenn unzählige Menschen sich unbewaffnet vor Panzer werfen, sich ihnen entgegenstellen, auf Militärfahrzeuge klettern und trotz vollbewaffneten Kampfjets auf den Straßen bleiben, während um sie herum Menschen zerrissen werden, dann ist die eigentliche Geschichte beeindruckend genug und die Übertreibung nur die Kirsche auf einer ohnehin unglaublichen Sahnetorte.
Es gibt Politiker, die verkaufen eine Mondlandung – und liefern die Wiedereröffnung einer Straße. Donald Trump und Benjamin Netanjahu scheinen nach ihrem großen Abenteuer gegen den Iran genau in dieser Kategorie zu landen.